In der letzten Schulwoche vor den Herbstferien wurden im Bereich der Grundschule und Oberschule Radebeul-Kötzschenbroda die Geschwindigkeiten aller Fahrzeuge gemessen. Die verdeckte Messung in der Vorwerkstraße wurde von besorgten Eltern angeregt, nachdem sie am Schulweg mehrfach Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit beobachtet hatten. Für Autofahrer ist das unscheinbare Radargerät nicht wahrnehmbar, denn es dient der reinen Verkehrsdatenermittlung und verfügt über keine Bilderfassung.

Somit kann ein realistisches Bild des tatsächlichen Geschwindigkeitsverhaltens gegeben werden. Von den während der Messwoche erfassten 54424 Fahrzeugen waren 74 Prozent schneller als mit 30 km/h unterwegs. Ein Großteil mit 20531 Schnellfahrern bewegte sich im Verwarngeldbereich zwischen 36 und 50 km/h. Der alarmierende Geschwindigkeitsrekord von 83 km/h bei erlaubten 30 km/h hätte den Fahrzeugführer 280 Euro, 2 Punkte in Flensburg und zwei Monate Fahrverbot gekostet. Eltern und Anwohner beklagen auch, dass infolge der schnellen Fahrweise mehrfach Fußgänger zu spät auf dem Fußgängerüberweg erkannt und somit gefährdet werden. Die Radebeuler Verkehrsbehörde will deshalb prüfen, ob in der Vorwerkstraße eine amtliche Meßstelle eingerichtet werden kann.

 

Geschwindigkeitsverteilung in der Vorwerkstraße Radebeul
Im Diagramm ist dargestellt, wieviel Fahrzeuge mit welcher Geschwindigkeit registriert wurden. Das grüne Feld markiert Fahrzeuge, welche unter 30 km/h fuhren. Das rote Feld zeigt, wieviel Fahrzeuge über 30 km/h fuhren.
Anzahl Fahrzeuge je Geschwindigkeit in km/h
 
Tagesganglinie eingehaltene Geschwindigkeit v85
Der v85-Parameter gibt an, welche Höchstgeschwindigkeit von 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer eingehalten wurde. Im Diagramm ist die gemittelte Geschwindigkeitseinhaltung während einer Messwoche über den Tagesverlauf von 00:00 bis 24:00 Uhr dargestellt.
 
 Tagesganglinie 10/2014 zur eingehaltenen Geschwindigkeit v85