Verhehr vermeiden? Wer will das eigentlich?
Verkehr wird meist nur dann als Problem wahrgenommen, wenn er vor der eigenen Haustür fährt. Bürgerinitiativen gründen sich und schnell sind Forderungen formuliert, die den Verkehr aus dem eigenen Wohngebiet heraushalten sollen. Dabei kommt es mitunter vor, dass Initiativen gegenteilige Ziele verfolgen. Hier will das BVE auf die pragmatische Zusammenarbeit orientieren und bei der Suche nach gemeinsamen, realistischen Zielen helfen.

Damit soll ein Beitrag geleistet werden, dass zumindest das umgesetzt wird, worüber man einig ist. Und bei den Uneinigkeiten kann man lernen, gegenseitiges Verständnis aufzubringen. Ein erster Ansatz ist, sich selbst im Straßenverkehr so zu bewegen, wie man es vor seiner Haustür von anderen Verkehrsteilnehmern erwartet. Das kostet nichts, schont vielleicht sogar den eigenen Geldbeutel und kann sofort umgesetzt werden.

Weiter können wir denen dankbar sein, die mit dem Bus oder der Bahn fahren. Denn würden diese das nicht tun, hätten wir noch mehr Autos auf der Straße und müssten uns im Stau weiter hinten anstellen. Außerdem können wir darüber nachdenken, welche Wege wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen.

Unseren Kindern wollen wir ein Vorbild sein. Wir schenken ihnen ein Fahrrad und fahren selber Rad. Denn wenn wir unsere Kinder zur Musikschule, Geburtstagsfeier oder zum Training immer mit dem Auto fahren, müssen wir uns nicht wundern, wenn diese auch nur Auto fahren wollen.