Neben der Oberfläche des Straßenbelages ist die Bereifung eine erhebliche Lärmquelle. Die Reifenhersteller sind zur Einhaltung von Normen verpflichtet, zu laute Reifen erhalten keine Zulassung und werden schrittweise vom Markt genommen. Es dürfen nur noch Reifen mit Kennbuchstabe „S“ verkauft werden, die besonders geringe Geräuschemissionswerte aufweisen.

Seit 01.11.2012 schreibt die Europäische Reifen-Kennzeichnungs-Verordnung ein einheitliches Reifenlabel vor. Kriterien, nach denen Reifen bewertet werden, sind Geräuschemission, Rollwiderstandsbeiwert, Masse, Aufschwimmgeschwindigkeit und Nassbremsverzögerung. Die TÜV Automotive GmbH hat im Auftrag des Bundesumweltamtes umfangreiche Reifenvergleichstests durchgeführt und Empfehlungen erarbeitet. Achten Sie beim Reifenkauf auf entsprechende Zertifizierung der Umweltverträglichkeit und halten sie den empfohlenen Reifendruck ein. Bei zu niedrigem Reifendruck erhöhen sich Rollwiderstand und Kraftstoffverbrauch, die Geräuschemission nimmt zu.

 

ein Streifen ) Einhaltung des bis 2016 gültigen EU-Grenzwertes
zwei Streifen )) Einhaltung oder Unterschreitung (bis 3 dB) des ab 2016 gültigen EU-Grenzwertes
drei Streifen ))) Unterschreitung des ab 2016 gültigen EU-Grenzwertes um mehr als 3 dB


Das Vorbeifahrgeräusch wird als absoluter Wert in Dezibel angegeben und mit drei symbolischen Schallwellen (Streifen) dargestellt.