Unsere Lärmdisplays im Einsatz ...

  • Aktionstag 2017 Coswig/Sa.
    Aktionstag 2017 Coswig/Sa.

    mehrfarbiges Lärmdisplay am Bahndamm

  • Lärmschutzkonferenz in Coswig/Sa.
    Lärmschutzkonferenz in Coswig/Sa.

    Filmvorführung mit Ton und Lärmdisplay

  • Feldversuch in Loffenau 2015
    Feldversuch in Loffenau 2015

    L564 Ortsausgang Loffenau, Baden Württemberg

  • Tag gegen Lärm 2015
    Tag gegen Lärm 2015

    Radebeul, Bahnhofstraße - Foto: Uwe Hofmann

  • Schnaiter Weinstraße 2015
    Schnaiter Weinstraße 2015

    Weinstadt in Baden Württemberg - Foto: Jochen Beglau

  • Tag gegen Lärm 2015
    Tag gegen Lärm 2015

    Weinböhla, Marktplatz

  • Aktionstag 2015
    Aktionstag 2015

    Dresden-Cossebaude, Meißner Landstraße (B6)

  • Aktionstag 2014
    Aktionstag 2014

    Deutschenbora, Autobahndreieck A4/A14

  • Tag gegen Lärm 2014
    Tag gegen Lärm 2014

    Radebeul, Meißner Straße

  • Tag der Sachsen 2014
    Tag der Sachsen 2014

    Großenhain

Fahrzeuggeräusche haben zwei wesentliche Ursachen: das Antriebsgeräusch des Motors und das Abrollgeräusch der Reifen auf der Fahrbahn. Je nach gefahrener Geschwindigkeit tritt eine der beiden Ursachen in den Vordergrund. Bei langsamen Geschwindigkeiten unter 30 km/h überwiegt das Motorengeräusch. Ab 35 km/h wird bei Pkw das Reifengeräusch lauter als der Antrieb, bei Lkw tritt das ab 60 km/h ein.

Somit sind im Mixverkehr aus Pkw und Lkw an einer innerstädtischen Straße mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h Reifenrollgeräusche für mindestens die Hälfte der auftretenden Lärmemission verantwortlich. Die Fahrbahnoberflächen haben dabei entscheidenden Einfluss. So gibt es gegenüber normalem Standard-Mastixasphalt Fahrbahnbeläge, die deutlich lautere Rollgeräusche verursachen, aber auch Beläge, die den Verkehr erheblich leiser machen. In der Tabelle sind die Lärm-Zuschlagswerte DStrO für verschiedene Straßenbeläge dargestellt. Der Lärmzuwachs bei 50 km/h für gepflasterte Straßen gegenüber ungeriffelten Asphaltstraßen beträgt +6 dB(A). Somit hört sich der Verkehr auf einer gepflasterten Straße gegenüber einer asphaltierten Straße wie die vierfache Fahrzeugmenge an.

Zuschlagswerte DStrO für Berechnung von Umgebungslärm an Straßen nach RLS-90 / VBUS DStrO in dB(A) bei zulässiger Höchstgeschwindigkeit von
Straßenoberfläche 30 km/h 40 km/h > 50 km/h > 60 km/h
nicht geriffelte Gußasphalte, Asphaltbetone oder Spittmastixasphalte 0,0 0,0 0,0  
Betone oder geriffelte Gußasphalte 1,0 1,5 2,0  
Pflaster mit ebener Oberfläche 2,0 2,5 3,0  
Sonstiges Pflaster 3,0 4,5 6,0  

Quelle: Vorläufige Berechnungsmethode für den Umgebungslärm an Straßen 

Seit Jahren stehen moderne lärmoptimierte Asphaltsorten auch für den innerstädtischen Straßenbau zur Verfügung und haben sich bewährt. So hat beispielsweise bereits 2008 der Ordnungs- und Verkehrsausschuss der Stadt Düsseldorf beschlossen, künftig alle Straßensanierungen in Wohngebieten mit lärmoptimierten Asphalt (LOA 5D) durchzuführen.

Mit dem Konjunkturpaket II (Zukunftsinvestitionsgesetz vom 02.03.2009) wurden befristet Mittel zur Lärmsanierung von Straßen zur Verfügung gestellt und moderne Asphaltbauweisen bewusst gefördert. Die Erfahrungen dieser Sanierungsmaßnahmen wurden ausgewertet und führten zu einem positiven Fazit. Auch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) hat zahlreiche lärmmindernde Asphaltbeläge untersucht und 2010 die Aufnahme in die Regelbauweisen der RLS-90 empfohlen. Das Potenzial der lärmmindernden Beläge wird in folgender Tabelle dargestellt.

Potential moderner lärmoptimierter Asphaltbauweisen Mögliche Pegelminderung in dB(A) bei zulässiger Höchstgeschwindigkeit von
Straßenoberfläche 30 km/h 40 km/h 50 km/h 80 km/h
Spittmastixasphalte(SMA)
Dünnschichten im Kalteinbau(DSK)
-1,0 -1,0 -1,0  
Lärmarme Spittmastixasphalte(SMA LA)     -2,0...-3,0 -4,0
Asphaltbetone für Deckschichten(AB) -4,0 -3,0 -3,0  
Dünnschichten im Heißeinbau(DSK)     -4,0...-5,0  
Düsseldorfer Asphalt (LOAD)     -3,0...-4,0 -7,0...-8,0

Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen, BAST

Jedoch lässt die Aufnahme der modernen Asphaltsorten in die Regelbauweisen der RLS-90 (Richtlinien Lärmschutz an Straßen, Stand 1990) auf sich warten. Damit fehlt eine entscheidende Fördervoraussetzung für  Städte, die auf Fördergelder zur Straßensanierung angewiesen sind. Unser Bündnis setzt sich deshalb vehement für eine Überarbeitung der RLS-90 ein und fordert die Aufnahme bewährter lärmoptimierter Asphaltsorten in die Regelbauweisen.

 

Presse

Nordkurier | Zu laut und oft zu schnell auf schmaler Straße unterwegs

Presseportal - Blaulicht | Zu schnell, zu laut, ganz ohne - Ergebnisse der Verkehrskontrollen